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Fürsterzbistum Salzburg

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Salzburgs Entwicklung zum Fürsterzbistum.
Vom Hl. Rupert ( † 718) bis zum Hieronymus Graf von Colloredo († 1812).
Am 20. April 798 ernannte Papst Leo III. auf Bitten Kaiser Karls des Großen Salzburg zum Erzbistum und sicherte ihm damit über ein Jahrtausend hinweg die geistliche Vorrangstellung über die altbaierischen Diözesen Regensburg, Freisung und Passau. Durch die hervorragende wirtschaftliche Fundierung gelang es den geistlichen Wirkungsbereich sehr weit nach Osten voranzutreiben.

Erst die Ungarneinfälle (907 - 955) brachten diese Salzburger Mission in Südmähren und in Westungarn zum Erliegen. Die Mission südlich des Hauptalpenkammes in Karantien jedoch blieb deutlich von Erfolg gekrönt; Mit der Christianisierung ging dort auch eine Germanisierung Hand in Hand. In dem mehr als 150 Jahre währenden Streit zwischen Papst und Kaiser um die Frage der Personalpolitik ("Invenstiturstreit") nahm Salzburg stets eine treu päpstliche Linie ein. Nachdem dieser Streit durch das Wormser Konkordat (1122) beendet wurde, ging man an eine konsequente Vertiefung der Glaubensbotschaft.

Die Entwicklung des weltlichen Territoriums (=des Hochstiftes Salzburgs) gelangte unter dem bedeutsamen Erzbischof Eberhard II. (1200 - 1246) zum Abschluß. Das bis dorthin zum Herzogtum Bayern gehörige Gebiet wurde 1228 bzw. 1246 von diesem endgültig gelöst; Die Erzbischöfe erlangten auch die weltliche Herrschaft über ein Gebiet, das in etwa das heutige Bundesland Salzburg und den sogenannten Rupertiwinkel umfaßte. Auch Streubesitz in Kärnten, Bayern und Niederösterreich zählte zu diesem weltlichen Herrschaftsbereich. Die reichen Bodenschätze bestehend aus Salz, Kupfer, Gold und Eisen und der damit verbundenen Fernhandel bildeten eine wirtschaftlich abgesicherte Grundlage und das kleine geistliche Fürstentum konnte sich dadurch gegenüber den beiden mächtigen Nachbarn Habsburg und Wittelsbach bis zum Ende des Hl. Römischen Reiches (1806) behaupten.

Mit diesem Datum wurden auch alle geistlichen Hochstifte liquidiert. Salzburg ging fünf Mal wie ein Spielball von Hand zu Hand bis es schließlich 1816 endgültig zu Österreich kam. Dabei mußten die westlich der Salzach gelegenen Gebiete an Bayern abgetreten werden; das Brixental (zwischen Kitzbühel und Wörgl), das seit 1389 politisch zu Salzburg gehörte, kam an Tirol. Erst 1850 bzw. 1881 erhielt Salzburg des Status eines Kronlandes mit einer eigenen Landesverfassung. 

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